27.12.16 - Gastbeitrag von Ally

Veröffentlicht am 27.12.2016

Würzburg, Posthalle. Hallo Freunde, schon gestern war ich ja relativ in Nöten, ein paar Zeilen zusammen zu bekommen. Heute entledige ich mich der Not, indem ich Ally bitte, den Tag aus ihrer Sicht zu beschreiben.

GASTBEITRAG von Ally:

Tourtagebuch. Das ist das erste Mal, dass mich jemand bittet, mich an einem Eintrag zu versuchen. Hm...

Schon die letzten Tage merkt der ein oder andere für sich das Fehlen von Tageslicht. Würzburg macht es nicht besser; der Blick aus meinem Busbett ist sehr trübe und mein Spaziergang in die Stadt windig und unangenehm. Unser dafür kuscheliger Backstage schaut auf die Anlagen der Deutschen Bahn. Normalerweise fahre ich im Zug dort an Posthalle und Weinbergen vorbei. Schön, mal wieder auf dieser Seite zu sein. Das letzte Mal war ich mit dem Asp hier. Und passend dazu hängt sein Konterfei im Catering. In der Ecke desselben Raums steht eine große Weihnachtsmannpuppe, die im Verlauf der Nacht noch eine weitere Rolle spielen wird.

Die Shows laufen wie gewohnt gut. Wir haben wirklich tolle Musiker mit auf Tour und ich freue mich wieder besonders auf die Schlagzeuginteraktionen bei „Lord of the Lost“, wo sich die Sticks zugeworfen, aber nie gefangen werden. Kommentiert vom Band Technician mit den Worten: „Wie die Kinder!“. Endlich kommen wir an die Reihe (Warten ist einfach furchtbar). Wir haben eine tolle Dynamik auf der Bühne und Eric fühlt sich verführt, von der Bühne zum Publikum zu steigen. Er dreht sich von dort aus zu uns und singt uns an – ein toller Moment. Leider hat er aber den Rückweg nicht mit eingeplant und landet auf dem Rücken bei dem Versuch, die Bühne zurückzuerobern. Securities helfen ihm schließlich zurück auf das Podest.

Nach einem wirklich rundum gelungenen Abend wird im Backstage noch Disco gefeiert. Dazu muss der Weihnachtsmann in den Armen der Eluveitie-Herren tanzen und wird vermutlich aufgrund seiner überzeugenden Kompetenz mit einem Band-Hoody ausgestattet und mit in den Bus genommen. Da er nun leider doch an seinem Heimatort vermisst wird, bringt ein leicht bekleideter Herr (ohne Hosen, dafür mit Yoda- Plüschpantoffeln) die Puppe wieder zurück.

Und so reisen wir nachts um drei ohne unseren rotweißen Gast weiter nach Bielefeld.

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