27.04.16 - Wortmeldung

Veröffentlicht am 27.04.2016

Berlin, Passionskirche. Ausverkaufte Passionskirche, entspannte Band, Familie, Freunde, Fans – alle zufrieden. Kurzmeldungen: Frau Schmitt hat sich arg erkältet in Pirmasens. Berlin liebt Johannes so sehr, dass es auf Friedhofsmauern gesprüht wird!

So verliere ich mal nicht viele Worte und gebe jemandem die Chance gelesen zu werden, der, oder besser die, mich auf, in diesen Zeiten recht ungewöhnliche, Weise erreicht hat: einfach mit einer E-Mail an mein Management. Ich muss sagen, dass ich eine gewisse Bewunderung für Leute hege, die sich standhaft dem Social Media Trend entziehen. Abgesehen davon, steckt in diesem Text sehr viel Substanz, sodass ich ihn Euch nicht vorenthalten will. Der Name der Verfasserin sowie die Ortsnamen wurden von mir geändert.

Lieber Eric,

 ich habe kein Facebook und auf der Subway Seite gibt es nicht die Möglichkeit zu schreiben. Ich wollte aber gern deinem Aufruf im Neon-Tourtagebuch folgen! Daher versuche ich dich auf diesem Wege zu erreichen. 

Ich lese regelmäßig dein Tourtagebuch, also bereits aus diesem recht eigennützigen Grund würde ich dich bitten, weiter zu schreiben - auch wenn’s manchmal zäh sein mag, sich noch mal hinzusetzen, um diese Zeilen zu tippen. 
Ich war zweimal bei Neon dabei und es waren zwei wunderschöne Abende, die du mir gemeinsam mit deinen Bandkollegen in Wladiwostok und Archangelsk beschert hast. Ich danke euch dafür. Eure Musik berührt mich jedes Mal so sehr auf so vielfältige Art und Weise.


Und wenn man dann im Tourtagebuch von deinen Eindrücken des jeweiligen Abend liest, an dem man selbst dabei war, ist es auch noch mal etwas besonderes. Aber auch die andere Beiträge - auch die deiner Bandkollegen - sind immer schön zu lesen. Man kann nachfühlen, wie der Abend gewesen sein muss, erfährt auch mal Dinge die abseits der Bühne passieren… Das alles bringt euch ein bisschen näher heran. Und ich kann mir vorstellen, dass es auch anderen Fans eurer Band so geht. Somit hoffe ich, dass du die Motivation zum Weiterschreiben findest, für den Abschluss der Neon Tour, und auch für die hoffentlich folgenden.



Ja, und dann hast du ja ein - ja DAS - Geheimnis gelüftet und auch hier um Aktivwerden gebeten. Cop Dickie steckt also unter der Maske. Kurz, nachdem ich den Eindruck las, hörte ich mir mal wieder vom Album Mitgift AZ/MMXV den Schwarze Seide Cop Dickie Remix an, und dachte mir, ‚da hätte man auch drauf kommen können‘ ;-) der Neon-Sound ist echt was Besonderes…Leider kann ich mich aus bekannten Gründen nicht am „Liken“ beteiligen. Aber solltest du dies lesen, dann könntest du das ja vielleicht an ihn weitergeben. Ich fand es auch faszinierend, wie er es durchzieht, ganz und gar der geheimnisvolle Maskenmann zu sein, zumal es unter der Maske und dem schweren Mantel sicher einiges an Beherrschung verlangt, sich nicht alles vom Körper zu reißen, wenn es darunter furchtbar heiß wird ;-) Die Mischung eurer Instrumente und seines, ja wie nennt man das Teil überhaupt - „Elektrosoundmachers“ vielleicht - ist einmalig. Großes Lob!



Ja, und dies noch: Vermutlich kannst du dich nicht erinnern, es sind ja immer so viele Fans um euch herum… als ich nach dem Konzert im Wild East in Archangelsk - ich glaube, als letzte - an den Stehtisch trat, an dem du Autogramme schriebst, hast du mich gefragt, ob ich schon einmal auf einem deiner Eric Fish & Friends Konzerte war, nachdem ich dir sagte, dass ich euch in der Subway Formation schon öfter gesehen hätte, unter anderem auch in UFA und Rostow. Als ich verneinte, nanntest du mir den Termin eines Konzerts im September in Deutschland. Und ich werde auf jeden Fall dabei sein. Und ich freue mich schon sehr darauf.



Ich danke dir dass du dir die Zeit genommen hast kurz mit mir zu sprechen, mir eure Bandbiografie zu unterzeichnen und du auch noch Zeit für ein Foto hattest… Eure Bandbio ist nun mit den silbernen Unterschriften von euch auf dem Buchdeckel noch mal schöner geworden (auch wenn ich leider in Archangelsk Simons Unterschrift nicht mehr erhalten habe - ich hoffe, es wird sich nachholen lassen).


Mein Dank gilt auch Simon, Simon Michael, Bodenski, Silvio, Ingo und Frau Schmitt, denn all eure Unterschriften prangen seit Rostow hier auf der Karte mit eurem Bandfoto in Neon-Formation direkt vor mir, und ich erfreue mich jeden Tag daran. 

Übrigens hat es bis zur Neon-Tour gedauert, bis ich euch mal nach einem Konzert gesehen habe - denn vorher wusste ich gar nicht, dass ihr das macht… da habe ich wohl was verpasst bisher. Es ist toll, dass ihr eurem Publikum die Möglichkeit gebt, nach dem Konzert noch kurz mit euch zu sprechen, Fotos zu machen und Unterschriften von euch zu erhalten. Ich habe ganz schön Respekt davor, mit welchem Einsatz ihr eure Musik spielt, auf Tour sein stelle ich mir nicht nur nett und spaßig sondern auch sehr anstrengend vor, und nach einem Abend auf der Bühne seid ihr sicher auch froh, wenn mal Ruhe ist. Und sich dann trotzdem noch mal unters Volk zu begeben, das macht euch umso sympathischer. Ich fand es auch besonders schön, euch mal in kleineren Hallen und vor kleinerem Publikum als in Ufa oder Rostow zu erleben… so nah dran war ich wie gesagt noch nie zuvor.



Und dann wollte ich - auch wenn ich es in Archangelsk schon gesagt habe - Folgendes noch einmal loswerden: Subway to Sally begleitet mich schon so lange durchs Leben - ich bin 34 und seitdem ich Anfang 20 bin, höre ich eure Musik. Es gibt so viele Lieder, die mit bestimmten Abschnitten und Erlebnissen unwiderruflich verbunden sind und die wohl ein Leben lang Erinnerungen und Gefühle zurück bringen werden. Ich finde es beeindruckend, wenn Musik zu so etwas in der Lage ist - für mich gab und gibt es kein zweites musikalisches Erlebnis dieser Art bisher… Irgendwie findet sich immer ein passender Text, eine passende Melodie, zum Jubeln, zum Weinen, zum Freuen, zum Trennen, zum frisch verlieben, zum wütend sein, zum Energie sammeln, zum Runterkommen, zum Träumen, zum Zurück-in-die-Realität-geholt-werden, zum Schaudern, zum Schmunzeln, zum Lachen, zum Mitsummen, zum Mitschreien, ihr habt mich so zu Prüfungen begleitet, hunderte Stunden von Autofahrten versüßt, habt mich bei Abschieden und Verlusten zum Heulen gebracht aber mich auch aufgemuntert, stärker gemacht, mir so manch fieses Grinsen ins Gesicht gezaubert, mich zum Gruseln gebracht, wart dabei bei unglücklichen Lieben, bei Happy Ends… die Liste ist endlos. Danke dafür. Das Danke gehört der ganzen Band. Eigentlich sollte dieser Teil der Mail wohl eher an alle Subway-Mitglieder verteilt werden.



Falls du, Eric, diese E-Mail tatsächlich gelesen haben solltest, bedanke ich mich zum einen bei deinem Management, dass Sie diese überhaupt weitergeleitet haben, zum anderen bei dir, dass du dir die Zeit dafür genommen hast. 



Nun werde ich mich mal daran machen, mehr von dir Eric, als Künstler ohne Subway to Sally anzuhören. Bis September habe ich ja noch Zeit. Ich bin gespannt.

Wir sehen uns jedenfalls in Deutschland. Ich wünsche dir alles alles Gute!

Deine Lyra

Vielen Dank im Namen der ganzen Kapelle sagt

Eric Fish

SUPPORTER