17.03.2016 - Die Ambivalenz des Sitzens

Veröffentlicht am 17.03.2016

Orangerie, Fulda. Da saßen sie nun, in reih und Glied. Das Bild, das sich mir bot, erinnerte fast schon an einen Parteitag. Mein erstes Gefühl: Amüsement! Was würde geschehen?

Zweifellos hat es seine Vorteile, eine musikalisch hochwertige Show im Sitzen zu genießen, aber wie lange würde es dauern, bis wir das Auditorium nicht nur sprichwörtlich von den Sitzen reißen würden? Um genau zu sein: Es war die HENKERSBRAUT, bei der man sich schließlich erhob. Nach weiteren drei Songs stand der ganze Saal, mit Ausnahme eines JBO T-Shirt Trägers. Diesen musste ich dann persönlich ansprechen und er ließ sich nicht lumpen.

Der Clou war, dass ich vorsichtig darauf hinwies, dass man – falls man so konditioniert sei – nur dann Standing Ovations abfeiern könne, wenn man dies aus der sitzenden Position heraus tue. So kam es dann, dass sich das Publikum kurz vor Ende des letzten Songs geschlossen niederließ, nur um dann aufzuspringen und tatsächlich Standing Ovations zu spenden.

Großartig Leute!

Euer Eric Fish

SUPPORTER