19.12.2015 - Der Kampf um das Weihnachtsfeeling

Veröffentlicht am 19.12.2015

Hessenhallen, Gießen. Das Wetter ist ja weiß Gott nicht dazu angetan, weihnachtliche Romantik aufkommen zu lassen. So mache ich mich also mit gemischten Gefühlen zu meinem alljährlichen Spaziergang in die Gießener Innenstadt auf, um vielleicht die eine oder andere Idee für ein kleines Geschenk zu bekommen.

Was ich vorfinde, erinnert eher an einen frühlingshaften Almauftrieb. Bei 15 Grad Celsius wälzen sich die Massen durch Gassen und über Boulevards, grotesk konterkariert durch Glühweinstände und schwitzende Weihnachtsmänner. Das macht keinen Spaß. Zurück zur Halle und erst mal Dienst nach Vorschrift. Danach nehme ich zusammen mit Ingo, Simon, Sugar Ray und Pedro, unserem Medienbeauftragten, die Einladung unseres alten Freundes Danny vom Streetteam Südwest an, mit uns den sagenumwobenen Weihnachtsmarkt in Wetzlar zu besuchen.

Wetzlar hat ganz offensichtlich bessere Voraussetzungen für all das Weihnachtsgedöns. Selbst ohne allgegenwärtige Deko und duftende Süßigkeiten – und Fressstände wäre es faszinierend, durch diese alte, unversehrte Fachwerkstadt zu laufen. Ich erfahre, dass Wetzlar kurz vor Kriegsende von den Briten bombardiert werden sollte – hier wurden u. a. die Zielvorrichtungen der V2 hergestellt – durch das Inversionswetter inclusive starken Nebels, die Bomber aber zum Ausweichziel flogen. So traf es dann Gießen ganz fürchterlich und Wetzlar blieb uns erhalten. Des einen Freud …

Wir bechern einige Runden Glühwein, quatschen ein bisschen mit Fans, die sich zu uns gesellen, laufen zum unteren Markt wo Simon ENDLICH! eine Bude mit Grünkohl entdeckt, auf den wir uns alle stürzen, trinken dazu ein paar Becher Glühwein, quatschen mit den Fans die sich … usw.

Ein sehr, sehr schöner Nachmittag! Weihnachtsfeeling wiederentdeckt in Wetzlar.

Bis morgen!
Euer Eric Fish

SUPPORTER