30.12.14 - Geschichte und Geschichten

Veröffentlicht am 03.01.2015

Potsdam, Metropolis Halle. Schon wieder drei Tage lang Geschichte, dieser sagenhafte Abend in Potsdam. Nach dem Konzert habe ich noch bis 04.00 Uhr durchgehalten, bin aber seitdem nicht mehr aus der Waagerechten gekommen. So schreibe ich also erst jetzt die Chronik dieses Tages, welchen man auch getrost mit „Murphys Law“ hätte übertiteln können.

Ich habe den gesamten Tag über ungewöhnlich gute Laune. Schon des Öfteren habe ich Euch die Irrationalität beschrieben, die einem an solchen Heimspieltagen den Kopf verdreht. Die mit frischem Schnee bepuderte Heimat lädt zu einem Spaziergang ein. Vielleicht haben diese zwei Stunden schon ausgereicht, um mich zu entspannen.

Katja, die sonst hauptverantwortlich zeichnet für die Gags, die am letzten Tag mit den Bands veranstaltet werden, und ich, wir einigen uns darauf, es in diesem Jahr darauf zu beschränken, den einzelnen Kapellen kleine Geschenke zu kredenzen. Ich habe ein paar Dinge besorgt, mit denen man sich durchaus die Zeit in so manchem Backstage vertreiben kann:

Für UNZUCHT, die bekanntermaßen fußballaffin sind:

Für HELDMASCHINE:

Beide Geschenke stellte ich den Jungs bei der Anmoderation auf die Bühne und es gab ein großes Hallo beim Öffnen. Nach den Dingen, die nun passieren sollten, schien es unangebracht, den SAMOs die ihnen zugedachten Präsente auf gleiche Weise zu übergeben. Auf einmal war das nicht mehr witzig!

17.30 Uhr fuhr ein Notarztwagen vor. Eine Hiobsbotschaft: Alea muss ins Krankenhaus. Kreislauf oder Virus oder irgendwas – keiner weiß es. Nun jagt eine Krisensitzung die nächste. Kommt er zurück? Kann er spielen? Irgendwann müssen Entscheidungen her. UNZUCHT spielt erst mal eine halbe Stunde länger. Während HELDMASCHINE auftragsgemäß auf dem Wege ist, das Gleiche zu tun, kommt Alea zurück. Sehr wackelig auf den Beinen, will er unbedingt spielen. Notlösung: 40 min auf einem Barhocker. Die Menge feiert SAMO mit zwei Zugaben und so gerät der Zeitplan noch einmal durcheinander. Das macht aber nun auch nichts mehr. Wir selbst bekommen ein umjubeltes Konzert geschenkt. Große Gefühle in der Heimat!

Vielen Dank an alle Bands, Crews und sonst Beteiligten (vor allem Manu und dem STS Management) für das unkomplizierte umgehen mit dieser besonderen Situation. Am Schluss zeigte sich eben noch einmal, welch gute Truppe da auf den EHN 2014 zusammen gewachsen war.

Ein glückliches 2015 mit innerem Frieden wünscht Euch

Euer Eric Fish

SUPPORTER