28.12.14 - Superlative!

Veröffentlicht am 29.12.2014

Bochum, Ruhrkongress. Der Ruhrkongress ist die größte Halle auf unserer eisheiligen Reise. Unsere beiden „Nachwuchs“ Bands sind von der riesigen leeren Fläche schwer beeindruckt und fragen sich, ob man hier wohl Stimmung hinein bekommt. Lassen wir dazu einen der Protagonisten zu Wort kommen, den SCHULZ von der UNZUCHT, und hören, wie sich die Dinge aus seiner Sicht entwickelt haben:

Die Eisheiligen Nächte sind das mit Abstand größte Indoor-Event, dass wir bis dato gespielt haben. Von daher sind wir die ganze Tour schon wirklich schwer beeindruckt und man sieht mich den ganzen Tag breit grinsend wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend laufen. Das ist schon ein großer Traum, der da für uns in Erfüllung geht.

Aber der Ruhrkongress hat dem Ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Als wir morgens in die Halle kommen, fühl ich mich wie ein Kind, dass zum ersten Mal auf den Weihnachtsmann wartet. Vorfreudige Erregung gepaart mit einer gehörigen Portion Muffensausen trifft wohl am besten, was ich den ganzen Tag empfunden habe. Aber zum Glück hat man immer genug zu tun, so dass man gar keine Zeit hat sich verrückt zu machen. Der Tag fliegt immer ruck, zuck an einem vorbei. Duschen, Frühstück, Klamotten und Technik vorbereiten, Interviews und schon laufen die Soundchecks, wobei es gestern die Besonderheit gab, dass das Foto aller an der Tour Beteiligten nach dem Soundcheck von Subway To Sally gemacht wurde, was sich ziemlich lustig gestaltete, weil man sich nicht gleich auf geeignete Lichtfarben einigen konnte und irgendwie immer irgendwer fehlte. Danach hatten wir dann dank der superfitten und sympathischen Subway - Crew einen entspannten und spaßigen Soundcheck, mit dem wir kurz vor Einlass durch waren und dann haben wir uns schnell „Ausgehfein“ für den Auftritt gemacht. 


Mit der schönste Moment des Tages ist dann immer, wenn wir uns 10 Minuten vor dem Gig mit Eric an der Bühne treffen und das Adrenalin den Körper flutet. Die Halle ist schon gut gefüllt, soweit man das von unten beurteilen kann und Eric kündigt uns liebevoll und mit seinem typischen Wortwitz an. Ich bin total gerührt. Schon läuft das Intro und ich höre den Jubel während die anderen 3 die Bühne betreten. Dann geh ich selbst raus und bin total überwältig. Was für eine Kulisse! 
Die Halle ist mit knapp 3000 Menschen bis hinten hin gut gefüllt und schon beim ersten Song geht der Großteil gut mit. Beim zweiten Song wird schon bis hinten hin mitgeklatscht und bei „Nur die Ewigkeit“, unserem Song für einen verstorbenen guten Freund von Eric und mir, wird das Publikum zum wiegenden Meer aus Händen. Ein schwarzes Meer, versteht sich und ich weiß, Hagen ist bei uns. Wir stehen völlig unter Strom und die halbe Stunde auf der Bühne vergehen wie 5 Minuten. Schon sind wir bei „Unendlich“ unserer neuen Single bei der René von Heldmaschine mitsingt und wir haben richtig Spaß. Der Stimmung in der Halle bläst uns komplett weg und die Lautstärke nach meiner traditionellen Aufforderung „macht mal Krach!“ beim abschließenden Bühnenfoto mit Publikum ist der helle Wahnsinn.


Während die anderen die Sachen verpacken, gehe ich noch völlig aufgedreht vom Gig direkt von der Bühne an unserem Merchstand, an dem ich eine geschlagene Dreiviertelstunde Autogramm- und Fotowünsche erfülle. Dann renne ich zurück zur Bühne, verkabele mich neu, um Heldmaschine bei ihrem finalen Song „Weiter“ einen Gegenbesuch abzustatten. Auch hier herrscht eine Wahnsinnsstimmung. Was für ein geniales und offenes Publikum!


Danach muss ich mich erstmal frisch machen und umziehen, so lange die anderen draußen am Stand für Autogramme usw. sind und schnell was Essen um pünktlich das Finale des Saltatio Mortis-Sets mitzubekommen. Allerdings merke ich jetzt nach dem wirklich guten Essen, wie kaputt ich bin und geh ein wenig frische Luft schnappen. Danach genieße ich von den Rängen aus die beeindruckende Show von Subway to Sally und eine Gänsehaut jagt die Nächste beim Anblick dieser begeisternd mitgehenden Publikumsmasse. Als beim gemeinsamen Finale mit Saltatio Mortis dann das Publikum alleine den wunderschönen Refrain von „Kleid aus Rosen“ singt, hab ich einen dicken Kloß im Hals. Wahnsinn! Bei Veitstanz, den wir für den Jubiläumssampler ja auch schon covern durften, kann ich mich trotz schwerer Beine dann nicht zurückhalten zu den Dudelsackklängen zu tanzen. Das erinnert mich immer so sehr an meine galicischen Roots.


Dann gibt es vor „Julia und die Räuber“ noch ein gemeinsames Bühnenfoto aller beteiligten Musiker vor dieser genialen Kulisse und schwupps sind wir schon wieder draußen am Stand und baden in der positiven Energie, die das Publikum aus der Halle zu uns trägt. Nach etwa einer Stundemit Gesprächen, Rumgealbere, Autogrammen und Fotos geht’s supererschöpft aber glücklich unter die Dusche. Dann gibt’s noch den einen oder anderen spaßigen Plausch, denn die Ganze „Reisegruppe Eisheilige Nacht“ versteht sich wirklich sehr gut und je nach gusto nehmen wir noch einen Whiskey-Cola oder in meinem Fall einen Gin-Tonic bzw. für die vielen Erkälteten gibts Tee (natürlich mit Schuss) und um 3 Uhr fährt unser Nightliner Richtung Bremen ab. Was für ein unglaublicher Tag!

Danke an Subway to Sally, für die Einladung! Danke, dass wir das erleben dürfen!

Danke Daniel!

Zum Schluss noch ein superlatives Bild: Der gesamte Tross der EHN 2014 auf einem Haufen.

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